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Erinnerung1NGO übernimmt die Vorbereitungen für den Erinnerungsgang 2014 

Ca. 1500 Menschen gingen am 10. November gemeinsam von der Landesbibliothek über den Pferdemarkt in die Peterstraße. Dort hielt die Menschenmenge kurz inne, um dann weiter durch die Innenstadt ins Gerichtsviertel zu gehen, wo sie sich im Hof der ehemaligen JVA versammelte. Eine Schülerin der IGS Flötenteich hielt hier eine bewegende Ansprache und übergab danach eine Öllampe an Sarah Biermann, Angelika Kotlorz, Oleg Erich, Samir Aljindi und André Engel, allesamt SchülerInnen des 10. und 11. Jahrgangs unserer Schule. Damit haben wir als NGO symbolisch die Verantwortung für die Ausrichtung des nächsten Erinnerungsgangs 2014 übernommen.

Erinnerung2Was ist der Erinnerungsgang?

Die 1500 Menschen schritten jenen Weg ab, den auf den Tag genau 75 Jahre zuvor 43 jüdische Männer nehmen mussten. Sie wurden am 10. November 1938 durch die Straßen Oldenburgs zum Gerichtsgefängnis getrieben und am nächsten Tag in das Konzentrationslager Sachsenhausen bei Berlin verschleppt. Sie waren Opfer der Novemberpogrome, der Ereignisse in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, in der überall in Deutschland Synagogen brannten, jüdische Geschäfte zerstört und jüdische Mitbürger wahllos verhaftet wurden. Dies geschah auch in Oldenburg. Mit dem Erinnerungsgang wird in unserer Stadt alljährlich an diese Verbrechen erinnert. Viele BürgerInnen Oldenburgs gedenken mit diesem Schweigegang der Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung. Sie machen sich auf den Weg von der Landesbibliothek, dem damaligen Polizeigefängnis, in dem die Festgenommenen zunächst eingesperrt waren, in die Peterstraße, wo die 43 Männer 1938 an der zerstörten Synagoge vorbeigetrieben wurden. Hier wird an den Mahnmalen inne gehalten, VertreterInnen der Jüdischen Gemeinde beten das Kaddisch, ein jüdisches Totengebet. Im Anschluss wird der Schweigegang durch die Innenstadt in Richtung ehemaliges Gerichtsgefängnis fortgesetzt, wo es abschließend eine kleine Gedenkkundgebung gibt.

Erinnerung3Wieso richtet unsere Schule diesen Gang aus?

Seit 2005 richtet jedes Jahr eine andere Oldenburger Schule den Erinnerungsgang aus. Vor uns war das die IGS Flötenteich, nach uns wird es die Graf-Anton-Günther-Schule sein. Den SchülerInnen der verantwortlichen Schule wird damit die Möglichkeit gegeben, sich auf ganz eigene Weise mit dem Thema auseinanderzusetzen, zu hinterfragen, was diese Ereignisse vor 75 Jahren mit ihnen heute noch zu tun haben, und über eigene Wege von Erinnerung, Gedenkkultur und Verantwortung nachzudenken. Ziel ist es, junge Menschen anzuregen, zu Trägern der Erinnerung zu werden, denn es wird nicht mehr lang dauern, dann wird es keine Zeitzeugen mehr geben, die über die Zeit des Nationalsozialismus berichten können.

Erinnerung4Wie sieht die Ausgestaltung durch das NGO konkret aus?

Neben zwei Projekttagen im Herbst 2014, an denen wir uns der Thematik auf unterschiedliche Art und Weise nähern, arbeiten bereits jetzt Schülergruppen an der Vorbereitung einer Ausstellung, die im Rahmen des Erinnerungsgangs in der Landesbibliothek zu sehen sein wird. Darüber hinaus gilt es, ein Rahmenprogramm in unserer Schule auf die Beine zu stellen: Literarisch-künstlerische Auseinandersetzungsformen werden dabei ebenso eine Rolle spielen wie eine Podiumsdiskussion und ein Band-Konzert. Zudem wird am Entwurf eines Flyers zum Erinnerungsgang gearbeitet. Ergebnisse aus vielen Projekten, die teils noch in diesem Schuljahr laufen, teils zu Beginn des nächsten, werden im Rahmen des Erinnerungsgangs bei uns in der Schule ausgestellt werden.

Wir sind ebenso verantwortlich für die konkrete Ausgestaltung des Schweigegangs am 10. November 2014 sowie eines zuvor stattfindenden Gottesdienstes. Hierfür wird ebenfalls bereits an ersten Ideen gearbeitet. Auch über ein passendes Motto und ein Symbol wird derzeit nachgedacht.

Koordiniert wird die Vorbereitung von einer Arbeitsgruppe unter Leitung von Herrn Keilhack, der auch die Verbindung der Schule zu den anderen Gruppen ist, die an der Vorbereitung und Durchführung des Erinnerungsgangs mitwirken (u.a. der städtische Arbeitskreis Erinnerungsgang).

Erinnerung5Mit der Übernahme der Vorbereitung für den Erinnerungsgang 2014 haben wir als gesamte Schule nicht nur eine große Verantwortung übernommen, sondern auch die Chance neue Wege einzuschlagen, die über die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit im herkömmlichen Unterricht hinausgeht.

Demnächst wird die Öllampe, das Symbol für unsere große Aufgabe, in der Pausenhalle in einer der Vitrinen zu sehen sein.

Herr Keilhack steht für Nachfragen oder Anregungen gern zur Verfügung.

Rieke Ahlers, Elika Ajdari, Sam Ghorbi, Lea Mohrmann, Mika Pauly, Roxanne Roß und Nicola Wolf sind SchülerInnen des 10. Jahrgangs. (13/24.11.2013)

 

Weitere Informationen rund um den Erinnerungsgang:
 

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