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Prag - Wo bleiben die český knedlík? PDF Drucken
Fahrten - Kursfahrten

Prag1„Ich bin noch voll im Ferienmodus.“ - Das war wohl das Erste, was wir, der Deutsch-Leistungskurs, zur Begrüßung am Bahnhof von uns gaben. Um 09:35 Uhr begann eine zehnstündige Zugfahrt im ICE in Richtung Prag, mit Zwischenstopp in Dresden. Nach ewigem Sitzen erreichten wir pünktlich um 19:26 Uhr den Prager Bahnhof. Glücklich, endlich im Hotel angekommen zu sein, fielen wir erst mal erschöpft auf die Hotelbetten.

Prag3Theresienstadt - Judenghetto und Kleine Festung

Halbwegs ausgeschlafen erwartete uns am ersten Tag eine Busfahrt nach Terezin (Theresienstadt), das im Zweiten Weltkrieg als Durchgangslager für die Juden diente, sich bei unserer Ankunft aber im Sonnenlicht unglaublich idyllisch zeigte. Uns begrüßte eine junge Frau, die ihren Freiwilligendienst hier absolviert. Sie begleitete uns den Tag über und brachte uns das Schicksal und die Ereignisse der Stadt näher. Mit Aufgaben versorgt erkundeten wir zunächst in Zweiergruppen wichtige Orte der kleinen Stadt, bevor wir dann alle Stationen, wie z.B. auch das Krematorium und die Gräberfelder, gemeinsam abliefen und uns gegenseitig über das, was wir herausgefunden hatten, informierten. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Kantine der Magdeburger Kaserne und dem Besuch des Ghetto-Museums ging es am späten Nachmittag noch zu Fuß weiter zur Kleinen Festung, dem ehemaligen Gestapo-Gefängnis.

„Arbeit macht frei“ - Dieser ironische Satz „strahlte“ uns am Eingang entgegen. Wir wurden durch einzelne Zellen und Waschräume geführt. Für ganz kurze Zeit sperrte uns der Guide in einer Zelle ein: links, rechts, vorne, hinten von nichts anderem umgeben als Betonwänden, ohne richtige Lichtquelle. So konnten wir nachvollziehen, wie mit den Juden umgegangen wurde. Während wir mit 18 Menschen schon leichte Angstzustände bekamen, war es uns noch unerklärlicher, wie dort auf engstem Raum über 50 Juden „leben“ konnten.

Ergriffen und sehr geschockt traten wir nach 90 Minuten den Weg zur Bushaltestelle an. Es war dunkel und kalt, der Tag war anstrengend gewesen und die meisten sehnten sich nur noch zurück nach dem warmen Hotel. Doch was wäre eine Kursfahrt ohne ein bisschen Panik pur? Der Bus wollte und wollte einfach nicht kommen. Hoffen und bangen. Was wird, wenn wir hier nicht mehr wegkommen? Doch da, nach scheinbar endlosem Warten, kam der ersehnte Bus, der letzte an diesem Tag, der nach Prag zurückfuhr. Noch nie hat sich wohl irgendjemand so sehr über die Ankunft eines Busses gefreut.

Prag4Altstadtführung, Prager Burg und Moldaufahrt

Natürlich konnten wir uns eine Stadtführung nicht entgehen lassen und traten diese tapfer zu Fuß („nicht schon wieder“, dachten sich einige von uns wohl) an. Nach der schönen, aber anstrengenden Führung durch die Altstadt hatten wir dann gerade einmal eine halbe Stunde, um uns einen kleinen Snack zu gönnen, bis es zur Prager Burg ging. Von der Prager Burg aus konnten wir einen Blick auf die ganze Stadt genießen und das berühmte Goldene Gässchen besuchen.
Prag6Eine Schifffahrt auf der Moldau darf nicht fehlen und war Teil unseres Abendprogramms. Obwohl sie etwas kurz war, waren wir doch von der schönen Aussicht auf das nächtlich beleuchtete Prag beeindruckt.

Und wo bleibt Kafka?

Für einen Deutsch-Leistungskurs, dessen Schwerpunktthema im Abitur Leben und Werk Franz Kafkas sein wird, war es quasi ein Muss, diese Stadt auch auf den Spuren dieses Schriftstellers zu erkunden. Durch eine sehr gute Führung erfuhren wir sehr viel über Kafkas Leben in Prag sowie auch das jüdische Leben in dieser Stadt insgesamt.

Prag7Zwischen Prada, Chanel und Vietnamesen-Markt

Obwohl wir neben Führungen und Besichtigungen nicht so viel Zeit für uns hatten, nutzten wir unsere freie Zeit zum Shoppen in der Stadt, im Palladium, dem größten Einkaufszentrum Prags mit über 200 Geschäften, und auf dem Vietnamesen-Markt. Entlang der Pariser Straße mit Geschäften wie Prada, Gucci, Jimmy Choo und vielen anderen hatten Frau Schmidt und Herr Funk es schwer, uns von den Schaufenstern wieder wegzuzerren. Leider sind wir aber ja nur (arme) Schüler, sodass nichts in unserer Preisklasse zu ergattern war. Anders war das auf dem Vietnamesen-Markt. Dort versuchte man uns in kleine Hinterzimmer zu locken, um Plagiate zu kaufen. Aber darauf ließen wir uns natürlich nicht ein: Nur gucken, nicht kaufen! Der ein oder andere von uns erstand jedoch auf diesem Markt durchaus ein Souvenir, etwas Nützliches oder auch schon ein Weihnachtsgeschenk.

Prag5

Prag – ein wunderbares Kursfahrt-Ziel

Um die Kursfahrt schön ausklingen zu lassen, gingen wir am letzten Abend gemeinsam essen. Leider keine český knedlík (böhmische Knödel), aber dafür leckere Pizza.
Schon zu diesem Zeitpunkt waren wir uns alle einig: Prag ist ein lohnendes Kursfahrt-Ziel und in jedem Fall einen Besuch wert. Es ist eine wunderbare und schöne Stadt mit vielen kleinen Gassen, wo es immer etwas zu entdecken gibt, und einer wunderschönen Architektur.
In diesen Tagen haben wir viel gesehen und erlebt, was uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird. Im Namen des Deutschkurses bedanken wir uns bei Frau Schmidt und Herrn Funk, die uns diese Fahrt ermöglicht und sie auch bis zum „bitteren“ Ende mit dem ganzen - verrückten - Haufen durchgestanden haben. (13/24.11.2013)

Neele Bruns und Nga Dam sind Schülerinnen des 12.Jahrgangs.

 

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