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Von Tauchbuddies und schönen Stränden PDF Drucken
Fahrten - Kursfahrten

Elba2014_IrisSchmidt_1Der Bus fährt eine scharfe Rechtskurve. Mein Kopf knallt gegen die Scheibe, ich wache auf. Mir den Kopf reibend gucke ich aus dem Fenster. Draußen ist es dunkel, mein Gesicht spiegelt sich in der Scheibe wider. Seit geschlagenen 14 Stunden sitzen wir nun schon im Bus in Richtung Oldenburg. Das bedeutet: Seit 14 Stunden bin ich jetzt schon gereizt, übermüdet und sitzen kann ich sowieso schon lange nicht mehr. Und als wäre dies an sich nicht schon Strapaze genug, sitzt seit genau 14 Stunden auch noch dieselbe, nervtötende und stets gut gelaunte Person neben mir. „Spielen wir ein Spiel?“, fragt mich mein Sitznachbar grinsend. Ich schließe schnell wieder meine Augen und tue so, als würde ich noch schlafen. Er lässt jedoch nicht locker. „Jeder erzählt jetzt, was ihm die Woche über am besten gefallen hat!“  Meine Motivation liegt auf der Straße und wird gerade vom Bus überfahren, doch ich sehe auch keinen Ausweg aus meiner Lage. Also gebe ich nach und lasse die Woche noch einmal in meinem Kopf Revue passieren.

Tag I

Nach 24 Stunden kommen wir auf Elba an - endlich. Als wir aus dem Bus steigen, werden wir von 27 Grad, Sonnenschein und einem umwerfenden Meerblick empfangen. Die Nachricht vom vorherrschenden Dreckswetter in Oldenburg lässt einen den Moment noch ein bisschen mehr genießen.  Nachdem wir einkaufen waren und die Apartments bezogen worden sind, liege ich den Rest des Tages am Strand in der Bucht von Fetovaia und schaue hinaus auf das türkisblaue Wasser. So lässt es sich doch aushalten!

FotoserverTag II

Der nächste Morgen beginnt früh. Mein Wecker klingelt um acht Uhr. Acht Uhr, was ist das bloß für eine unmenschliche Zeit für einen Strandurlaub? Nach einem schnellen Frühstück geht es auf zur Tauchbasis. In einer kurzen Einführung erlernen wir auf der Tauchbasis die Tauchbasics und bekommen unsere Neoprenanzüge ausgeteilt, worauf  ein schier aussichtsloser Kampf mit dem Neopren folgt. Kein Scherz. Nach der überstandenen Runde Morgensport packen wir unser Schnorchel-ABC und machen uns auf dem Weg hinunter in die Bucht.

In den darauffolgenden Tagen schnorcheln wir durch das sonnengeflutete Meer und tauchen ein in die Welt des Seegrases. Unter Wasser begegnen wir Seegurken, Seesternen, Seeigeln, Schwämmen, Moostierchen und ihren Verwandten - sogar ein Oktopus lässt sich am letzten Tag noch blicken.
Am Nachmittag geht es mit Matze dann in den Kursraum, wo wir uns am Vormittag gesehene oder auch nicht gesehene Organismen aus dem Mittelmeer unter dem Binokular noch einmal ganz genau ansehen.

Elba2014_IrisSchmidt_2Tag V

Auch dieser Tag beginnt wieder sehr früh, viel zu früh. Doch anders als sonst zwängen wir uns heute nicht in unseren Neoprenanzug, sondern schnüren die Wanderstiefel. Von Marciana aus geht es an Erdbeerbäumen und Pinienhainen vorbei hinauf zur Madonna del Monte, einer kleinen Kapelle, die besonders Napoleon und seiner Geliebten damals sehr vertraut gewesen sein dürfte. Weiter zum Adlerfelsen, welcher eine beeindruckende Aussicht über die Insel und das Meer bietet und immer weiter über Stock und Stein durch die Vegetation Elbas, bis wir nach einigen Stunden schließlich in Pomonte unsere Tour in der örtlichen Eisdiele beschließen. (Wohlverdient, nebenbei.)

Tag VI

Ein letztes Mal  beginnt an diesem Morgen der gewohnte Kampf mit dem Neopren, ein letztes Mal wandern wir den immer noch endlos erscheinenden, steinigen Weg hinunter zur Bucht, ein letztes Mal ziehen wir mit der Hilfe unserer „Tauchbuddies“ die Schwimmflossen im Wasser über und ein letztes Mal tauchen wir hinunter. Hinunter in eine andere Welt, eine Welt, die wir so schnell nicht wieder sehen werden; um am Ende ein letztes Mal, den Sonnenstrahlen entgegen, wieder aufzutauchen. Der letzten Mittagspause am Strand folgt die letzte Einheit im Kursraum. Am Abend laufen wir hinüber in den Nachbarort Secchetto, um die Kursfahrt bei traditioneller, italienischer und extrem leckerer Pizza ausklingen zu lassen.

„Ich weiß jetzt, was ich am besten fand!“, rufe ich fast schon ein wenig euphorisch. Mein Sitznachbar ist eingeschlafen. Ich seufze und gucke auf die Uhr. Noch acht Stunden. Ich schließe die Augen, in Gedanken liege ich am Strand, 27 Grad, blaues Meer und Sonnenschein, während in Oldenburg Dreckswetter herrscht.

Niklas Bruns, Lina Hillmann, Clara Pering sind SchülerInnen des 12. Jahrgangs.


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