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Harry Potter – Was sucht der denn im Wald? PDF Drucken
Fahrten - Ausflüge

IMG_1481Es ist Donnerstagmorgen, 7.50 Uhr am Waldhaus Wildenloh. Temperatur… könnte besser sein. Mückenanzahl... eindeutig zu viele. Uhrzeit... zu früh, viel zu früh.

Natürlich sind wiedermal nicht alle pünktlich, wie sollte es auch anders sein im Alltagstrott. In voller Montur und mit gespannten Mienen sehen wir Schüler und unsere Tutorin Frau Iris Schmidt dem Beginn der Exkursion entgegen. Bei der Begrüßung durch die Waldpädagogin Kerstin Niederheide erhalten wir einen ersten Überblick über den Forst Wildenloh und dessen drei Funktionen. Die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion sind „Jonglierbälle“ des Försters, mit welchen er den Wald wie seinen Augapfel hütet. Um die Aufmerksamkeit der Schüler während der zweistündigen Waldführung aufrechtzuerhalten, bekommt jeder Schüler zwei Vegetations- und eine Themenkarte. Auf diesen befinden sich Pflanzen aus der Baum-, Strauch-, Kraut-, Moos- und der Bodenschicht, worüber hinaus die Themenkarten biologische Begriffe bereithalten. Diese erläutert uns Frau Niederheide während der Exkursion. Einige Karten behandeln das gleiche Thema: das „LÖWE“-Programm (langfristige ökologische Waldentwicklung). Dieses niedersächsische Programm besteht seit 1991 und beinhaltet 13 Grundsätze zur Nachhaltigkeit im Wald.

Zauberstab der Stechpalme

Darauf folgt ein Fußmarsch quer durch den Wildenloh, wobei wir wichtige Informationen über das Ökosystem Wald erhalten. Mit Sprichwörtern und Redensarten wie: „Die Fichte sticht, die Tanne nicht“, wird uns die Informationsaufnahme erleichtert. Auch Harry Potter zaubert sich in unsere Exkursion hinein, da sein Zauberstab aus der Stechpalme besteht, die wir in unserer eigenen Bestandsaufnahme des Öfteren bewundern können. Bei der Untersuchung der Waldflora werden wir vorher in vier Gruppen aufgeteilt und erhalten jeweils ein unterschiedliches, 10 x10 m großes Waldgebiet. Auffällig ist hierbei das vermehrte Auftreten der Rotbuche, welche die anderen Baumarten in Konkurrenz verdrängt.

IMG_1501Ökologischer Nachwuchs wird gefördert

Gefüllt mit Informationen, gesättigt von der wohlverdienten Mittagspause, gehen wir endlich ans Eingemachte. Nun dürfen wir unsere eigenen Untersuchungen anstellen und „echte Ökologen“ spielen. Natürlich stehen uns Frau Schmidt und Frau Niederheide hierbei tatkräftig zur Seite. Während der nächsten Aufgaben untersuchen wir die abiotischen Faktoren: Licht, Temperatur und den pH-Wert des Ökosystems selbstständig.
Wie die Pfadfinder ermitteln wir mithilfe eines Stockes und eines Maßbandes die Baumhöhe bzw. das Alter eines Baumes. Darauf folgt ein Wechsel der „Elemente“, von Luft zu Erde. Wir untersuchen den Standortfaktor Boden auf seine Konsistenz und seinen Geruch. Dies erweist sich allerdings als überaus kompliziert, ohne sich in den Moder des Waldbodens hineinzulegen. Jeweils ein Gruppenmitglied muss sich erbarmen und mithilfe einer Liegestütze oder einer ähnlichen sportlichen Verrenkung eine Geruchsprobe nehmen, womit wir auch den täglichen Fitnessstudio-Besuch erledigt hätten.

FotoserverEine Handvoll humusreichen Bodens enthält mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde leben

Nachdem wir nun den Bereich der Waldflora hinreichend durchleuchtet haben, geht Frau Niederheide über zur Fauna des Forstes. Also bekommen wir Schüler ein uns an die Kindheit erinnerndes Insektenlupenglas, womit wir uns prompt auf die Suche nach den versteckten Tierchen machen. Eine Informationsgirlande hilft uns, die vermeintlichen Krabbeltiere zu identifizieren. Es geht von Käfern über Asseln bis hin zur krankheitsübertragenden Zecke, in der Fachsprache auch  Ixodes ricinus genannt.
Völlig erschöpft und übervoll mit Informationen treten wir den Rückweg an. Glücklicherweise führt uns Frau Niederheide noch zum Waldhaus zurück, sodass wir uns nicht verlaufen konnten.

IMG_1552Schön war`s…

Alles in allem ist es sehr interessant, auch einmal die Theorie in der Praxis zu erleben und nach einer ausgewogenen Dusche Zuhause hört auch das ständige Krabbeln und Jucken am Körper auf.

(8/5.7.2014)

Louisa Janzen und Jule Schnibbe sind Schülerinnen des Biologie Kurses eN Jahrgang 11.

 

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