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Teil 2: Neues vom Austausch mit Valencia PDF Drucken
Fahrten - Internationale Kontakte

comeniusAustauschtagebuch: 

Nach einer eindrucksvollen Woche verbrachten wir das Wochenende bei unseren Gastfamilien. Mit ihnen erlebten wir viele, ganz unterschiedliche Dinge.


Sonntag, 6. März

Max: Am Sonntag beginnt mein Tag mit einem herzhaften Frühstück bei Enric, dessen deutscher Austauschschüler Philipp ist.

Marcos, das ist mein Austauschschüler, und ich hatten die Nacht bei Enric geschlafen und viel erlebt: Wir haben gebratene Schweineschnauze gegessen, uns mit Freunden von Enric getroffen und mit denen geplaudert, Musik gehört und Kebab gegessen. Der Abend war sehr spannend.

Am Frühstückstisch am Sonntag gab es frisch gepressten Orangensaft, Toastbrot, viel Wurst und Schinken und zum Schluss ein spezielles Toastbrot mit gebratenem Speck und Käse überbacken. Ein sehr großes und leckeres Frühstück.

6Um 12 Uhr sind wir dann zum ersten Mal zusammen mit den Spaniern zum Strand gefahren. Dort haben wir Fußball und Basketball gespielt, aber viele genossen einfach nur die Sonne.

Gegen 14 Uhr gab es Mittagessen mit der ganzen Familie. Wir aßen Calamari und Paella und als Nachtisch gab es für alle Tiramisu.

Danach fuhr ich mit meinem Austauschschüler in die Stadt in L'Eliana und dort trafen wir uns mit ein paar anderen Austauschschülern.

In Spanien böllert man zu dieser Zeit sehr viel. Wir kauften tütenweise Knaller, also böllerten wir zu zwölft bis 8 Uhr abends. Dann holte mein Gastvater Marcos und mich mit dem Auto ab.

Zum Abendessen um 22 Uhr gab es dann "Longaniza y Sobresada", das sind kleine Würstchen und aufgefaltete Kartoffeln, dazu gab es noch Baguette-Brötchen, in das man die Würstchen reinlegt. Das Abendessen war eines der besten für mich.

Der Tag war wirklich interessant und schön.


Viola: Ich war mit meiner Familie und der Familie von Miriam im Hafen von Valencia. Das Wetter war schön; die Sonne wärmte uns und es war keine einzige Wolke am Himmel.

Genau das richtige Wetter für eine Hafenrundfahrt! Über einen schmalen Steg kamen wir auf das Schiff, gingen an Deck und setzten uns auf die Bänke. Die 'Bootsmänner' empfangen uns sofort fröhlich mit erfrischenden Getränken, guter Laune und spanischer Musik aus den Musikboxen. Während wir fuhren, wurde uns etwas über die umliegenden Gebäude erzählt und wir wurden darüber aufgeklärt, dass ein Boot aus einer sehr bekannten spanischen Fernsehserie hier im Hafen läge. Nachdem wir uns etwas auf das offene Meer, aber immer noch am Küstenstreifen entlang, bewegten, konnten wir vereinzelte Mascletà entdecken. Dabei handelt es sich um kleine Explosionen (in der Art von ,China-Böllern´), die in der Zeit der Fallas in Valencia sehr populär sind.

Als wir nach der Fahrt wieder auf festem Boden waren, machten wir uns auf den Weg zu
einem vielversprechenden Restaurant, welches direkt am Meer lag und einen wunderbaren Blick auf das Meer bot. Hier bekamen wir für Valencia typische Gerichte: Patatas Bravas (Kartoffelecken mit einer speziellen Sauce), Kalamaresringe, Paella ( Gericht mit Reis und Fisch) und zum Abschluss Vanilleeis mit Erdbeeren. Nach diesem guten Essen mussten wir erst einmal verdauen: Wir machten einen langen Spaziergang am Strand.

Der Tag gab einen schönen Einblick in die Besonderheiten Valencias!

 

Montag, 7. März

7Für Montag war als allererstes der Besuch einer Werkstatt eines Fallerokünstlers vorgesehen und schon im Bus waren alle aufgeregt, jeder spekulierte, wie so eine echte “Falla” aussieht und wie groβ sie ist. Immerhin kannten wir die Figuren aus Pappe und Holz nur von Bildern und vom Hörensagen. Als wir dann endlich in der Werkstatt ankamen, staunten alle nicht schlecht: Die “Ninots” waren noch viel schöner und gröβer, als alle gedacht hatten. Die komplette Halle war gefüllt mit Figuren, Menschen, Tieren und Fabelwesen in verschiedenen Formen, Farben und Gröβen. Schon von Weitem konnte man erkennen, wie viel Aufwand und Mühe in jeder einzelnen von ihnen steckte.

Zudem trafen wir in der Halle auf den Fallerokünstler David Sánchez Llongo, der uns viel über die Ninots und ihre Entstehung erzählte. Zum Beispiel hatte niemand gewusst, dass die Figuren nicht als Ganzes entstehen, sondern erst noch zusammengesetzt warden müssen. Das erklärte auch, warum in der Werkstatt so viele Arme, Beine und Köpfe aus Pappmacheé einzeln zu finden waren. Auβerdem zeigte er uns, wie die Pappe geformt wird und wie man sie bemalt. Es gab nicht nur “normale” Figuren, sondern auch welche, die von innen leuchteten oder glitzerten.

David Sánchez ist ein Ausnahmetalent. Er bekam mit 15 Jahren seinen ersten Auftrag und ist jetzt mit 18 immer noch sehr jung für einen artísta fallero. Uns wurden auch einige Entwürfe von Ninots gezeigt, die er alle selbst gefertigt hatte, und diese waren unglaublich.

Eine Falla ist sehr teuer, meistens betragen die Kosten zwischen 300 000 und 900 000 €. In unserer Werkstatt standen allerdings nur mittelteure Figuren, wobei diese ebenfalls sehr kostspielig aussahen.

Insgesamt war der Besuch der Fallawerkstatt sehr spannend und informativ, es wurden hunderte von Fotos geschossen und alle waren beeindruckt von der Schönheit und Gröβe der Fallas. Ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst! (Annika)

Außerdem haben wir eine Mascletá angeschaut, diese ist ein Teil der Feierlichkeiten der Fallas. Jeden Tag um 14.00 Uhr veranstalten die Valencianer ein Feuerwerk. Allerdings ist die Mascletá eher ein lautes als ein buntes  Feuerwerk. Zehn Minuten, fünf Minuten sowie unmittelbar vor der Mascleta wird jeweils ein Böller in die Luft geschossen. Obwohl die Mascletá nur fünf Minuten dauert, war schon lange vorher eine groβe Menschenmenge um den Rathausplatz in der Altstadt Valencias versammelt, um sich einen guten Platz zu sichern. Wir hatten das Glück, uns die Mascletá vom Balkon des Rathauses ansehen zu können. Am besten öffnet man während der Mascletá den Mund und hält sich nicht die Ohren zu, da einem sonst das Trommelfell platzen kann. Trotz oder gerade wegen der enormen Lautstärke fand ich die Mascletá sehr beeindruckend. (Jann)

 

Dienstag, 8. März

Viel Spaß und viel Arbeit stand heute auf dem Plan des „Intercambio“. Der Tagesablauf war anders als sonst. Wir haben uns zwar wie gewohnt am Morgen in der Bibliothek getroffen, doch diesmal wartete keine Präsentation, sondern Projektarbeit auf uns. Es ging um Obst und Gemüse, das auf Deutsch und auf Spanisch beschrieben wurde. Das Ganze wurde dann gefilmt und soll anderen Schülern als Lehrmaterial dienen.

8Nach der Arbeit fuhren dann alle gemeinsam mit dem Bus zum Rathaus, wo uns der Bürgermeister von L'Eliana mit Freude empfing. Er erzählte etwas über die Geschichte der Stadt und versuchte sogar ein wenig Deutsch zu sprechen. Zum Abschied gab es ein kleines Präsent und ein Foto mit allen zusammen vor dem Rathaus.

Wieder in der Schule angekommen, kam noch mehr Projektarbeit auf uns zu. Wir wurden in den Musikraum geführt, wo wir alle gemeinsam ein spanisches Lied gelernt und gesungen haben.
Nach dem gemeinsamen Singen kam das gemeinsame Essen in der Cafeteria und diejenigen, deren spanischer Austauschschüler am Leseclub teilnahm, hatten danach das Vergnügen, mit dem Club „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ und „Das Buch im Buch im Buch“ zweisprachig zu lesen. Die anderen konnten sich im Schulhof ein wenig ausruhen, aber nicht lange.

Heute war auch „El día de La mujer“ (Frauentag), der mit einigen schönen Liedern, gesungen von Schülern aus der 11. Klasse, gefeiert wurde.

Und ein drittes Mal ging es an die Projektarbeit. Diesmal sollten wir einige Unterschiede zwischen Spanien und Deutschland erarbeiten, wie z.B. hinsichtlich Essen, Schule oder Alltag.

Dann war es genug Arbeit für diesen Tag, wir fuhren mit unseren Spaniern nach Hause, um ein wenig zu entspannen. Aber schon um 18:30 Uhr trafen wir uns wieder alle, um uns für das „Laser-Game“ bereit zu machen. Bei diesem versucht man, mit Laser-Kanonen den anderen Spieler abzuschießen, um so mehr Punkte zu bekommen. Das Ganze findet in einer großen, dunklen Halle mit vielen Wänden und Hindernissen statt. Allen hat es wirklich sehr viel Spaß gemacht.

Nach einem gemeinsamen Essen bei McDonald's sind alle nach Hause gefahren, um für die morgige Fahrradtour ausgeruht zu sein. (Lukas)

 

Mittwoch, 9. März

9Mit Regenkleidung ausgerüstet trafen wir uns um 9.25 Uhr an der Schule. Jeder bekam wieder ein tolles Lunchpacket und dann fuhren wir in die Stadt, um uns für die bevorstehende Fahrradtour Fahrräder auszuleihen. Durch den vielen Verkehr in Valencia ist es den Spaniern nicht möglich, Fahrradfahren in der Form wahrzunehmen, wie wir es in Oldenburg tun können. Deswegen sind die Spanier nicht so sicher im Fahrradfahren und wir alle waren gespannt, ob alles wie geplant laufen würde. Mit Antonio aus dem Sekretariat und einem Fahrradmechaniker fuhren wir in dem ausgetrockneten Flussbett des Rio Turia, welches heute als grüne Erholungszone genutzt wird. Zwischendurch hielten wir an, um etwas zu essen und um Gulliver genauer unter die Lupe zu nehmen. Gulliver ist ein riesiger Mensch aus Stein, der auf dem Boden liegt. Mit seinen zahllosen Rutschen bietet er tolle Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Trotz anders lautender Wettervorhersagen blieben wir vom Regen verschont und es wurde eine schöne Fahrradtour.

Da als nächstes das Oceanográfico, das gröβte Aquarium Europas, auf unserem Programm stand und dieses im ausgetrockneten Flussbett des Rio Turia liegt, fuhren wir nicht zurück zur Schule, um dort Mittag zu essen, sondern aβen unsere mitgenommenen Lunchpackete. Nachdem wir unsere Fahrräder weggebracht hatten, ging es in die Unterwasserwelt. Zahlreiche Tierarten der Meere erwarteten uns und die einzigartige Delphinshow gab unserem Besuch den letzten Schliff.

Das war ein sehr schöner und interessanter Tag. (Julia)

 

Donnerstag, 10. März

Am Donnerstag haben wir bei Sonnenschein eine Stadtrallye in Valencia gemacht. Dazu wurden wir in sieben Gruppen eingeteilt. Es gab acht Stationen, an denen wir eine Aufgabe lösen mussten. Wir mussten z.B Lückentexte ausfüllen, einen Turm abmalen, herausfinden, gegen wen bestimmte spanische Fuβballmannschaften als nächstes spielen. Wir haben auch auf dem Markt nach einer Einkaufsliste Lebensmittel eingekauft, die später in der Küche des Helios-Gymnasiums verwendet wurden.

Als wir fertig waren, konnten wir noch in der Stadt herumlaufen. Danach fuhren wir zurück. In der Schule arbeitete eine Gruppe weiter an unserem Projekt (kulturelle Unterschiede zwischen Spanien und Deutschland herauszustellen), eine andere backte gemeinsam mit dem Schulkoch Kekse. Am Ende haben wir noch unsere Fächer zu Ende angemalt. (Timon)

(5/18.3.2011)

 
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